Siegfried Hentschel verstorben |
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Der Vereinsvorsitzende und ehemalige Dresdner Oberbürgermeister Dr. Herbert Wagner würdigt die unersetzliche Leistung Siegfried Hentschels mit den Worten: „Er war für uns der letzte aktive Zeitzeuge aus der Gulag-Zeit, dessen Haftweg im Dresdner Kellergefängnis des NKWD auf der Bautzner Straße begann und im sowjetischen Workuta-Becken nördlich des Polarkreises endete. Seine Führungen durch seinen ehemaligen Haftort in Dresden – die heutige Gedenkstätte Bautzner Straße - haben alle tief beeindruckt. Vor allem für unsere jugendlichen Besucher waren sie von unschätzbarem Wert.“ Siegfried Hentschel hat schon in nationalsozialistischer Zeit Ungerechtigkeiten erfahren und in der Folgezeit viel Härte und körperliche wie psychische Strapazen ertragen müssen. Mit 17 Jahren wurde er zur Wehrmacht eingezogen, geriet in Gefangenschaft und arbeitete nach dem 2. Weltkrieg drei Jahre als Kriegsgefangener in französischen Kohlegruben. Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft zog es ihn wieder in seine Heimatstadt Dresden. Hier fand er Arbeit und wurde mit 25 Jahren für seine freiheitliche und demokratische Einstellung vom Sowjetischen Geheimdienst verhaftet. Nach zermürbender Untersuchungshaft und Verhören wurde er zu 25 Jahren Strafarbeitslager verurteilt. Erst 1956 erlangte er seine Freiheit zurück. Ein Lebenslauf mit für uns heute unvorstellbaren Erlebnissen hat Siegfried Hentschel aber nicht zerbrechen lassen, sondern einen Menschen hervorgebracht, der mit seinen rationalen Worten und humorvollem Menschenverstand uns allen fehlen wird. |
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Neue ÖffnungSzeiten 2012 |
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Ab Januar 2012 gelten neue Öffnungszeiten. |
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DOKUMENTARFILM UND GESPRÄCH |
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Am Mittwoch, 8. Feburar 2012, 19.00 Uhr findet in der Gedenkstätte Bautzner Straße die Kooperationsveranstaltung mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung statt. Der Dokumentarfilm „Die Vergessenen. Tod, wo andere Urlaub machen“ zeigt: Bulgarien – für viele ein beliebtes Reiseland. Für manche DDR-Bürger bis 1989 jedoch auch ein Land mit langen Grenzen zu Jugoslawien und zur Türkei. Eine Flucht über diese Grenzen schien trotz Stacheldraht und Bewachung möglich zu sein. Die Schicksale von 20 DDR-Bürgern, die ihren Wunsch, der SED-Diktatur zu entfliehen, mit ihrem Leben bezahlten, konnten bislang mit Hilfe bulgarischer Historiker in den Archiven der bulgarischen Staatssicherheit recherchiert werden. Vier dieser Schicksale werden in diesem Film gezeigt. | |
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Zum Gespäch stehen anschließend zur Verfügung: die Regisseurin Freya Klier und die Zeitzeugen Henry Krause (Dresden) und Thomas Stellmann (Bremen) Der Eintritt ist frei. |
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Führungen durch die Gedenkstätte |
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| Anmeldung für Gruppenführungen über das Online-Anmeldeformular » Rückfragen unter 0351 – 899 60 439 (Günter Voigt) oder 0351 - 646 54 54 (Sekretariat) |
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Aktuelle VerkehrsfÜhrung |
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| Bitte beachten Sie bei der Anfahrt mit dem Auto die neue Verkehrsführung. Wenn Sie auf der Bautzner Straße stadteinwärts fahren, ist ein direktes Abbiegen nach links zur Gedenkstätte nicht möglich. Derzeit müssen Sie auf der Bautzner Straße bis unterhalb der Brückenbaustelle fahren und dort einen günstigen Punkt zum Wenden auf die Gegenfahrbahn suchen. Wir hoffen auf die baldige Fertigstellung einer Wendemöglichkeit nahe der Gedenkstätte und eine klare Beschilderung. Siehe auch unsere Anfahrtsskizze unter Kontakt » |
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