MITTWOCH, 30. November, 18.00 UHR
„Kaputt“ – Inhaftierung im Frauengefängnis Hoheneck
Filmvorführung, Vortrag und Podiumsdiskussion

Nähen © Volker Schlecht / Die Kulturingenieure

Die Haftanstalt Hoheneck war von 1950 bis 1989 das zentrale Frauengefängnis der DDR.

Zwei Frauen, zu DDR-Zeiten im Frauengefängnis Hoheneck aus politischen Gründen inhaftiert, erzählen in dem Animadokfilm „Kaputt“ – einem Kurzfilm, der eine Mischung aus Dokumentar- und Animationsfilm ist – über ihren Gefängnisaufenthalt.

Haftbedingungen und Zwangsarbeit spielen eine zentrale Rolle. Zur Einführung wird der Historiker Sebastian Lindner einen Vortrag zum Frauengefängnis Hoheneck halten. Die Vorführung des Films „Kaputt“ sowie eine Gesprächsrunde mit einer der beiden Zeitzeuginnen des Films, Gabriele Stötzer, dem Filmemacher Alexander Lahl und dem Referenten soll das Publikum zum Austausch und Fragen stellen, einladen. Der Kurzfilm „Kaputt“ gewann das Kurzfilmfestival Mecklenburg Vorpommern in diesem Jahr und wurde u. a. auch auf dem Kurzfilmfestival in Dresden gespielt.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist kostenfrei.

Veranstaltung in Kooperation mit: Frauenstadtarchiv Dresden, Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, BStU, Außenstelle Dresden


 

Neues Ausstellungsmodul eröffnet:
WENDE // SEITEN!

Auf besondere Weise führt eine Chronik rund um die Ereignisse der Friedlichen Revolution 1989 in Sachsen, insbesondere Dresden, in die Vergangenheit. Beim Blättern des Buches lassen originale Filmdokumente und Berichte prominenter Beteiligter die bahnbrechenden Ereignisse lebendig werden. Lothar de Maizière, Hans Modrow, Detlef Pappermann, Arnold Vaatz und weitere Zeitzeugen berichten aus unterschiedlichen Perspektiven und lenken den Blick auf die Herausforderungen der Gegenwart.

Unter folgendem Link bekommen Sie einen ersten Eindruck:


 

Schülerfeizeitprojekt »angeeckt.«

Das Schülerfeizeitprojekt »angeeckt.« geht in eine weitere Runde: Los geht es Mitte September. Willkommen sind vor allem Schülerinnen und Schüler aus 8./9./10. Klassen von Dresdner Oberschulen.

Weitere Informationen:
www.bautzner-strasse-dresden.de/wordpress/angeeckt

 

Neue Publikation zur Geschichte der Gedenkstätte Bautzner Straße:

Heiko Neumann

»Und die hatten dann irgendwie meinen Willen gebrochen.«
Haftregime & Vernehmungspraxis
in der MfS-U-Haft Bautzner Straße Dresden
1953 – 1989

Die Lokalstudie schildert anhand von bisher nicht veröffentlichten Häftlingsinterviews das Haftregime und die Vernehmungspraxis in der Dresdner Untersuchungshaftanstalt des MfS. Der Haftalltag wird in vergleichender Perspektive im Zeitraum von 1953 bis 1989 dargestellt. Die umfangreiche Einbindung von Häftlingserinnerungen erzeugt ein detailliertes Bild über die damaligen Haftabläufe, aber auch über das Empfinden von Menschen in Haft. Von der Aufnahmein der Fahrzeugschleuse bis hin zur Geständnisgewinnung in den Vernehmungsräumen erlaubt die Studie einen tiefen Einblick sowohl in die baulichen Veränderungen als auch in die Ziele und Methoden einer MfS-Untersuchungshaftanstalt.

Das Buch ist ab jetzt erhältlich und kann in der Gedenkstätte für 10,- Euro vor Ort erworben als auch per E-Mail unter info@bautzner-strasse-dresden.de bestellt werden.

Mit Klick auf eine Buchseite können Sie sich Buchausschnitte anschauen.

 

STASI. Die Ausstellung zur DDR-Staatssicherheit
Trailer Der Ausstellungseröffnung

Am Mittwoch, den 20. April 2016, wurde die große Dauerausstellung „STASI. Die Ausstellung zur DDR-Staatssicherheit“ eröffnet. Bisher nur in Berlin zu sehen, ist sie nun Teil des Ausstellungsbereiches der Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden.

 

Bericht Planspiel »Vorsicht friedlich!«

Am 27.01.2016 wurde zum vierten Mal das Planspiel »Vorsicht friedlich!« im ehemaligen Stasi-Festsaal in der Gedenkstätte Bautzner Straße durchgeführt.

Das Planspiel lässt die Teilnehmer in fünf Spielphasen darüber diskutieren, wie eine fiktive Diktatur aus der Krise geführt werden soll. Reichen die Reformen des Staates aus? Kommt es zum Putsch oder führen die Demonstrationen zum Sturz des alten Systems – kommt es zur Revolution? Aufgeteilt in sechs Gruppen und drei Pressevertreter lernen die Teilnehmer in ihren Rollen spielerisch und ergebnisoffen die Akteure, Positionen und Konfliktlinien der historischen „Friedlichen Revolution“ 1989/90 kennen. Bewusst wird ihnen dies jedoch erst am Ende des Spieles.

Beim letzten Planspiel nahmen zum ersten Mal keine Schüler, sondern Angestellte eines lokalen Unternehmens teil.
Zunächst wurden die Teilnehmer mit dem Konzept des Planspiels durch die Betreuer Heiko Neumann sowie Nick Wetschel vertraut gemacht und anschließend in die verschiedenen Gruppen eingeteilt. In der folgenden Phase beschäftigten sich die Spieler mit dem Profil ihrer Gruppe und leiteten daraus ihre Zielstellungen und Konzepte ab. Dies mündete in einem ersten Aufeinandertreffen von Staat und der Opposition, welche durch Bürgerrechtler, Umwelt- und Friedensbewegung vertreten wurde. Zudem übernahmen Spieler die Rolle der internationalen Presse sowie der Staats- und Oppositionspresse und berichteten über die verschiedenen Positionen. Die Regierung wurde mit den Forderungen der Opposition konfrontiert. Sie agierte in der ersten Plenumsrunde derartig geschickt, dass sie die Opposition rhetorisch entwaffnete. Im Anschluss hatten Mitglieder aus der Gruppe „Volk“ die Möglichkeit, sich für eine der beiden Seiten zu entscheiden, wobei diese Wahl eindeutig zugunsten der Regierung ausfiel. Im Folgenden zogen sich die Fraktionen wieder zurück, um nun die konkreten Maßnahmen und Forderungen zu überarbeiten und präzisieren. Jetzt wurde der Staat im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen wesentlich stärker seitens der Opposition unter Druck gesetzt und es viel ihm schwer, glaubwürdig gegen die Forderungen zu argumentieren. Außerdem sah sich die Regierung mit der Drohung des Aufrufs zum Generalstreik konfrontiert. So mündete der Disput in dem Beschluss, andere Parteien zuzulassen und (vermeintlich) freie Wahlen durchzuführen.
In der vorletzten Spielrunde erfolgte der Wahldurchgang, in dem die gegenwärtige Regierung als Sieger hervorging. Von einer unabhängigen Wahlkommission wurde jedoch zum Entsetzen der Teilnehmer Wahlbetrug auf staatlicher Seite konstatiert.
Mit diesem Ergebnis endete der aktive Teil des Planspiels und die Teilnehmer traten aus ihren Rollen heraus. In der letzten Phase wurde intensiv der Verlauf, das Ergebnis und die darauf basierenden weiteren Möglichkeiten von den Teilnehmern ausgewertet und besprochen.

Im Vergleich zu den bisherigen Planspielen mit Jugendlichen fußte die Auseinandersetzung zwischen den Kontrahenten zu einem großen Teil auf Dialog und Kompromissen und war somit stärker harmoniebetont. Die Möglichkeit, repressive Maßnahmen auszuspielen, wurde nicht genutzt. Eventuell waren den (erwachsenen) Spielern eigene Diktaturerfahrungen noch gegenwärtig.

 

Im Februar beginnt ein neuer Durchlauf des Schüler-Freizeitprojektes »angeeckt«.



 

Gedenkstätte Bautzner Straße im
2. Französischen Fernsehen

France 2 hat am Freitag, 11.12.2015, im Frühstücksfernsehen „télematin“ die im November 2015 recherchierte Reportage von Marie Dominique Perrin ausgestrahlt und sie live im Studio dazu befragt. Der Bericht über Dresden und die Sächsische Schweiz erreichte über 1 Millionen Fernsehzuschauer. Auch die Gedenkstätte Bautzner Straße wird an zentraler Stelle und ausführlich vorgestellt.

Der Bericht ist durchweg positiv und betont die starke Veränderung der Stadt seit dem Mauerfall.

 

Das Buch zur Ausstellung
„Wieland Förster - Jahrhundertbilanz“
ist erschienen

»Wieland Förster – Jahrhundertbilanz« ist der Titel der Ausstellung mit 15 Arbeiten des Bildhauers in ausgewählten Räumen der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden, vor allem im kargen sowjetischen Haftkeller und im bedrückenden Hafthaus. Tiefes Leid soll nachempfunden werden, Repression spürbar sein, existenzielle Bedrohung und Willkür von Diktaturen sollen ebenso wirken wie der lichte Ausblick der Befreiung. Der Rundgang führt den Besucher durch ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte, in welchem auch Künstler persönlich drangsaliert, verfolgt und behindert wurden.

Blick ins Buch (Auswahl)

Preis: 10,00 EUR

Ebenfalls erhältlich: Die DVD zum Film „Wieland Förster – Ich lebe, um mich zu erinnern“ für 15,00 EUR

Verkauf in der Gedenkstätte oder Bestellung über info@bautzner-strasse-dresden.de (zzgl. Versand 3,00 EUR)