AUSSTELLUNGEN

Besichtigung des authentischen Ortes

Die ehemalige Untersuchungshaftanstalt der Bezirksverwaltung Dresden des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) ist heute eine Gedenkstätte und steht allen Besuchern zur Besichtigung offen. So kann das Hafthaus begangen werden, das sich noch weitestgehend im originalen Zustand befindet. Neben den Zellen sind auch der Aufnahmeraum, die Schreibzelle, Duschräume, Arresträume sowie der Freigangbereich in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Des Weiteren können die Fahrzeugschleuse mit Stehzellen, ein Fotoraum und ein im Original erhaltener Vernehmungsraum besichtigt werden.

Hafthaus


Vom Hafthaus aus gelangt man in den so genannten „Fuchsbau“ - einen Verbindungsgang zu den Kellerräumen, die ab 1945 durch den sowjetischen Geheimdienst (NKWD/MWD) zur Unterbringung der Untersuchungshäftlinge genutzt wurden. In diesen Räumen kann anhand einzelner Schicksale nachvollzogen werden, wie der NKWD/MWD mit seinen politischen Häftlingen verfuhr und was sie nach der Verurteilung in den sowjetischen Speziallagern erwartete.
Anhand von Informationstafeln erhält der Besucher viele Informationen zum Alltag der politischen Untersuchungshäftlinge, zur Vernehmung sowie weitere begleitende Informationen und kann sich den authentischen Ort eigenständig erschließen. Auch unentgeltliche Führungen durch die Gedenkstätte sind nach vorheriger Anmeldung möglich.

Verschiedene Ausstellungen innerhalb des Hafthauses

In der 1. Etage des Hafthauses befindet sich eine Dauerausstellung zu Schicksalen einstiger hier politisch inhaftierter und repressierter DDR-Bürger, über das Haftregime und die Repressionsmethoden des MfS.

Im Ausstellungsflur der 2. Etage ist eine Ausstellung über die politische Verfolgung regimekritischer Studenten an sächsischen Hochschulen in den 50er Jahren zu sehen. Weiterhin befindet sich in den Zellen des Hafthauses eine Ausstellung der drei sächsischen Außenstellen der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR über die Prager Botschaftsflüchtlinge und ihre Fahrt über sächsische Städte nach Hof Anfang Oktober 1989.

Der Austellungsraum in der 3. Etage des Funktionsgebäudes zeigt eine Ausstellung zum Lager Mühlberg. Es diente zwischen 1939 und 1945 als Kriegsgefangenenlager - bezeichnet als Stalag IV B. Im September 1945 übernahm das sowjetische NKWD (später MWD) das völlig heruntergekommene Lager, baute es aus und betrieb es bis 1948. Ohne Klärung der Schuldfrage wurden missliebige Personen inhaftiert und jahrelang unter unmenschlichen Bedingungen gefangengehalten.