PÄDAGOGISCHES ANGEBOT

Die pädagogische Arbeit zielt auf die Reflexion der Verletzung der Würde und der Rechte Andersdenkender als Mittel zur Durchsetzung politisch-ideologischer Ziele unter der SED- Diktatur. Sie ist mit dem Anliegen verbunden, einerseits Toleranz in der Gesellschaft zu fördern und andererseits zur Verantwortung für das demokratische Gemeinwesen zu ermutigen und extremistischen Kräften nicht das Feld zu überlassen. Die Gedenkstätte möchte darüber hinaus insbesondere zur kritischen Auseinandersetzung mit Darstellungen, die das Leben in der Diktatur verharmlosen oder verklären, anregen. Die Schüler sollen befähigt werden, die geschichtlichen Inhalte mittels Führungen und selbst erarbeiteter Ausstellungen an Gleichaltrige weiterzugeben. Die Schüler sollten mindestens die 9. Klasse besuchen!

Während der Führungen durch den authentischen Ort werden die Haftbedingungen und Verhörmethoden erläutert. Außerdem werden die politisch-ideologischen Hintergründe, die zur Inhaftierung von Regimegegnern führten, vermittelt. Hierzu können auf Nachfrage Zeitzeugen eingeladen und Dokumentarfilme oder Powerpoint-Präsentationen zu den Themenschwerpunkten gezeigt werden. Darüber hinaus steht die Handbibliothek der Gedenkstätte für Projekttage oder die Anfertigung von Belegarbeiten zur Verfügung. Es können auch Publikationen käuflich erworben werden. Den Besuchern ist das Fotografieren und Filmen im Haus gestattet.

Eine Vorbereitung des Besuchs der Gedenkstätte im Unterricht wird nachdrücklich empfohlen. Die Schüler sollten über Grundkenntnisse zum Aufbau und zum Wirken des MfS und seines Spitzelapparates verfügen. Die Gedenkstätte gibt auf Nachfrage gern Hinweise auf Möglich­keiten einer gezielten Vorbereitung des Besuchs. Außerdem kann dem Aufenthalt in der Gedenkstätte ein Besuch im Informations- und Dokumentationszentrum (IDZ) der Bundes­beauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Außenstelle Dresden, Riesaer Straße 7, vorangestellt werden.