Publikationen

Alle aufgeführten Publikationen können über
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bezogen werden.

Heiko Neumann

»Und die hatten dann irgendwie meinen Willen gebrochen.«

Haftregime & Vernehmungspraxis in der MfS-U-Haft Bautzner Straße Dresden 1953 – 1989

Erscheinungsjahr:
2016
Seitenanzahl:
180
ISBN:
978-3-9816421-3-1

Preis: 10,- Euro

Die Lokalstudie schildert anhand von bisher nicht veröffentlichten
Häftlingsinterviews das Haftregime und die Vernehmungspraxis
in der Dresdner Untersuchungshaftanstalt des MfS. Der Haftalltag
wird in vergleichender Perspektive im Zeitraum von 1953 bis 1989
dargestellt. Die umfangreiche Einbindung von Häftlingserinnerungen
erzeugt ein detailliertes Bild über die damaligen Haftabläufe, aber
auch über das Empfinden von Menschen in Haft. Von der Aufnahme
in der Fahrzeugschleuse bis hin zur Geständnisgewinnung in den
Vernehmungsräumen erlaubt die Studie einen tiefen Einblick sowohl in
die baulichen Veränderungen als auch in die Ziele und Methoden einer
MfS-Untersuchungshaftanstalt.

Gedruckt mit freundlicher Unterstützung der Bundesstiftung zur
Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Uljana Sieber (Hsg.)

Wieland Förster – Jahrhundertbilanz

7. Februar – 17. Mai 2015 Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden

Autoren:
Wieland Förster, Astrid Nielsen, Gerhard Glaser
Erscheinungsjahr:
2015
Seitenanzahl:
64
ISBN:
978-3-9816421-2-4

Preis: 10,- Euro

„Wieland Förster – Jahrhundertbilanz“ ist der Titel der Ausstellung mit
15 Arbeiten des Bildhauers in ausgewählten Räumen der Gedenkstätte
Bautzner Straße Dresden, vor allem im kargen sowjetischen Haftkeller und im
bedrückenden Hafthaus. Tiefes Leid soll nachempfunden werden, Repression
spürbar sein, existenzielle Bedrohung und Willkür von Diktaturen sollen
ebenso wirken wie der lichte Ausblick der Befreiung. Der Rundgang führt den
Besucher durch ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte, in welchem auch
Künstler persönlich drangsaliert, verfolgt und behindert wurden.

Uljana Sieber (Hsg.)

Vom Dresdner Kellergefängnis ins Lager

Schicksale politischer Häftlinge in Sachsen. Katalog zur Ausstellung

Erscheinungsjahr:
2013
Seitenanzahl:
200
ISBN:
978-3-9816421-0-0

In einem Keller der Bautzner Straße in Dresden, der heutigen Gedenkstätte Bautzner Straße, befinden sich Zellen, in denen Hunderte von Menschen zu Unrecht aus politischen Gründen inhaftiert waren. Die meisten von ihnen wurden von Sowjetischen Militärtribunalen zu Haftstrafen von 10, 15 oder 25 Jahren, in etlichen Fällen auch zum Tode verurteilt oder ohne Urteil für Jahre in sowjetische Speziallager gesperrt. Bis zum Jahr 2009 war dieser authentische Dresdner Ort, an dem der Leidensweg vieler Menschen seinen Anfang nahm, dem Vergessen und Verfall preisgegeben. Um die Schicksale dieser Inhaftierten in unser Gedächtnis zurückzurufen, entwickelte die Gedenkstätte Bautzner Straße ein Projekt, in dem Jugendliche mit Zeitzeugen sprachen und deren Erinnerungen an die bedrückende Zeit ihrer Haft in Wort, Bild und Ton festhielten sowie künstlerisch reflektierten. Die beeindruckenden Ergebnisse jener Begegnungen werden in diesem Buch vorgestellt. Das Buch erschien begleitend zur gleichnamigen Dauerausstellung im sowjetischen Haftkeller der Gedenkstätte Bautzner Straße.

Uljana Sieber (Hsg.)

BEDENKEN II. Dresdner Zeitzeugenprojekt mit Schülern

Vergangenheit begreifen – Zukunft in die Hände nehmen

Erscheinungsjahr:
2014
Seitenanzahl:
200
ISBN:
978-3-9816421-1-7

In einem ehemaligen sowjetischen Haftkeller in Dresden – jetzt Teil der Gedenkstätte Bautzner Straße – befinden sich Zellen, in denen Menschen aus politischen Gründen inhaftiert waren. Die meisten von ihnen wurden von Sowjetischen Militärtribunalen zu Haftstrafen von 10, 15 oder 25 Jahren, in etlichen Fällen auch zum Tode verurteilt oder ohne Urteil für Jahre in sowjetische Speziallager gesperrt. Bis zum Jahr 2009 war dieser authentische Dresdner Ort, an dem der Leidensweg vieler Menschen seinen Anfang nahm, dem Vergessen und Verfall preisgegeben. Um die Schicksale dieser Inhaftierten in das Gedächtnis zurückzurufen, entwickelte die Gedenkstätte Bautzner Straße das Projekt BEDENKEN, in dem Jugendliche mit Zeitzeugen sprachen und deren Erinnerungen an die bedrückende Zeit ihrer Haft in Wort, Bild und Ton festhielten sowie künstlerisch reflektierten und daraus eine Dauerausstellung für den Haftkeller erstellten.
Im Folgeprojekt „BEDENKEN II. Vergangenheit begreifen – Zukunft in die Hände nehmen“ erweiterten die Schüler den Fokus auf die Familien und Bekannten der im Vorgängerprojekt interviewten Zeitzeugen und fragten darüber hinaus nach den Auswirkungen der Haft auf das Leben in Freiheit. Immer wieder betonten die Inhaftierten, wie schwer es für die Zurückgebliebenen war, mit dem plötzlichen und spurlosen Verschwinden ihrer Nächsten umzugehen, und wie schwer es für sie selbst war, mit diesem Gedanken in der Haft zu leben. Auch mit weiteren Zeitzeugen kamen die Schüler ins Gespräch, um so das Bild um den ehemaligen sowjetischen Haftkeller und die politische Haft in der SBZ und DDR zu verdichten. Entstanden sind ein neuer Ausstellungsteil im sowjetischen Haftkeller und der hiermit vorliegende Begleitband, der die beeindruckenden Ergebnisse jener Begegnungen wiedergibt.

BStU

STASI.

Die Ausstellung zur DDR-Staatssicherheit

Erscheinungsjahr:
2011
Seitenanzahl:
220
ISBN:
978-3-942130-84-4

Preis: 5,- Euro

„Die Ausstellung zur DDR-Staatssicherheit“ – unter diesem Titel steht die Dauerausstellung der Stasi-Unterlagen-Behörde, welche seit April 2016 in der Gedenkstätte Bautzner Straße zu sehen ist. In konzentrierter Form informiert sie die Besucherinnen und Besucher über das Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Sie erfahren, wie die Staatssicherheit bis in das alltägliche Privatleben vorzudringen suchte, und erhalten Einblick in die Lebenswege von Betroffenen.

Der Katalog ist begleitend zur Ausstellung erschienen. Er enthält die Ausstellungstexte sowie Abbildungen sämtlicher Exponate und Dokumente. Er wird durch eine Aufsatzsammlung ergänzt, die von der „Westarbeit“ über die Frage „Was bedeutet es, ein Tschekist zu sein?“ bis zu „Opposition und Widerstand“ im Fokus der Stasi weiterführende Fragestellungen aufgreift.