Archiv für die Kategorie ‘Geschichts- und Layoutkurs’

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Interview bei Frau Jan in Niedersachen


06.06.
2012

Das Interview mit Frau Jan* fand in ihrer Wohnung in Alfeld (Leine) statt, da sie wegen ihrem hohen Alter von 92 Jahren nicht nach Dresden kommen konnte. Also nahmen wir 6 Stunden Zugfahrt in Kauf, um zu ihr zu gelangen und erwarteten, eine tatterige Dame vorzufinden. Diese Erwartung erfüllte sich jedoch nicht: Frau Jan ist noch sehr agil und lässt sich ihr Alter nicht anmerken.

Doch schon kurz nach unserer Ankunft kam beim Kaffeetrinken der Schockmoment: Frau Jan eröffnete uns, dass sie nicht wolle, dass die Resultate des Interviews veröffentlicht werden. Wir versuchten sie jedoch vom Gegenteil zu überzeugen, was dazu führte, dass sie einer Veröffentlichung zustimmte, wenn wir keine persönliche Daten nennen und wenn sie vor der Veröffentlichung unsere Ergebnisse abnicken kann.

Trotz dieser ernüchternden Neuigkeit, verlief das Interview sehr gut, vor allem wenn man bedenkt, dass es unser erstes war. Es wurde im Wohnzimmer geführt.

Wir stellten die Fragen, welche wir uns vorher notiert hatten, konnten schon während sie erzählte vieles wegstreichen, was sie schon von sich aus berichtet hatte und es kamen auch noch ein paar Fragen dazu, die sich im Verlauf des Gespräches ergeben hatten.

Man merkte allerdings, dass Frau Jan bisher noch nicht oft über ihr Leben erzählt hatte, denn vor allem bei ihrer Biographie hatte sie Gedächtnislücken und musste sich mehrmals berichtigen. Doch alles in allem war sie eine angenehme Gesprächspartnerin.

Sie wurde damals mit der Auflage, niemals etwas über ihre Haft zu erzählen, entlassen und war deshalb anfangs mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden. Wir stellten trotzdem unsere Fragen zu diesem Thema und diese beantwortete sie trotz ihrer Bedenken recht ausführlich.

Für uns war das Interview mit Frau Jan eine völlig neue Erfahrung, doch nachdem wir sie während des ungezwungenen Gesprächs bei Kuchen und Kaffee kennengelernt hatten, verlief das Interview sehr locker und vertrauensvoll.

Anschließend ging es wieder mit dem Zug zurück nach Dresden.

*Auf Wunsch der Zeitzeugin veröffentlichen wir ihre Geschichte bis auf Weiteres unter einem anonymisierten Namen.

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Kriegskonferenzen der Alliierten während des 2. Weltkriegs/TEIL II


04.04.
2012

Konferenz von Teheran

Die Kriegskonferenz von Teheran wurde vom 28.11.1943 bis zum 1.12.1943 abgehalten. Es wurde das erste Mal über die Zeit nach Ende des Krieges gesprochen. Die Hauptthemen waren die bevorstehende Landung in der Normandie, die italienische Front und die Teilung Deutschlands, aber ohne das diese konkretisiert wurde. Stalin setzte sich für die Oder-Neiße Linie als neue Grenze zwischen Deutschland und Polen ein, was der Expansion der Sowjetunion nach Westen entsprach. Die Beschlüsse der Konferenz von Teheran lehnten sich eng an die der Atlantikcharta an.

Vgl. Kinder, Herrmann/Hilgemann, Werner: dtv-Atlas Weltgeschichte. Band 2. Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart, München 1998, S. 487.

Vgl. Pötzsch, Horst: Deutsche Geschichte von 1945 bis zur Gegenwart. Die Entwicklung der beiden Deutschen Staaten und das vereinte Deutschland, München 1998, S. 24f.

Konferenz von Jalta

Die Konferenz von Jalta fand im Februar 1945 unter Beteiligung Churchills, Stalins und Roosevelts statt. Unter anderem wurde von Churchill die Bombardierung Dresden vorgeschlagen und unter Zustimmung Roosevelts und Stalins beschlossen. Ein weiterer militärischer Beschluss bestand in der Verpflichtung Stalins, dem südostasiatischen Kriegsschauplatz nach der Kapitulation Deutschlands beizutreten.
Des Weiteren wurde die Wiederherstellung aller besetzten Staaten beschlossen.
Eine Ausnahme sollte allerdings Deutschland bilden. Da Polen in seiner alten Größe weitestgehend wiederhergestellt werden sollte, die Sowjetunion allerdings nach Westen expandieren wollte, musste Polen nach Westen verschoben werden und somit ehemals deutsche Gebiete besetzt werden.
Deutschland betreffend wurde der Plan der Besatzungszonen vertieft, indem von vier Besatzungszonen ausgegangen wurde. Es sollte ein alliierter Kontrollrat gebildet werden, der später allerdings kaum vorweisbare Ergebnisse erzielte. Die später vor allem von der Sowjetunion durchgeführte Demontage von Fabriken in Deutschland und Reparationszahlungen wurde ebenfalls beschlossen.

Vgl. Kinder, Herrmann/Hilgemann, Werner: dtv-Atlas Weltgeschichte. Band 2. Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart, München 1998, S. 487.

Konferenz von Potsdam

Die Potsdamer Konferenz wurde im Juli/August 1945 von Stalin, Churchill (Attlee) und Truman abgehalten. Die auf der Konferenz von Teheran und Jalta beschlossenen Ziele wurden beibehalten und vertieft. Hauptsächlich waren die Siegermächte bestrebt, Deutschland zu entmilitarisieren und entnazifizieren. Die Aburteilung der Kriegsverbrecher war somit ein entscheidender Punkt. Ein weiteres Ziel bestand in der Dezentralisierung der Regierungsstrukturen. Churchill und Truman hielten sich zurück, was zur Folge hatte, dass Stalin die führende Position innehatte und die meisten seiner Vorschläge durchgesetzt wurden. Umstritten blieb die deutsche Ostgrenze und die Höhe der Reparationen für die Sowjetunion.

Vgl. Pötzsch, Horst: Deutsche Geschichte von 1945 bis zur Gegenwart. Die Entwicklung der beiden Deutschen Staaten und das vereinte Deutschland, München 1998, S. 26f.

Nachwort:
Die Expansionspolitik der Sowjets kommt in den Kriegskonferenzen sehr deutlich zum Ausdruck. Dass wird vor allem an der Grenzverschiebung Polens deutlich. Der krasse Machtmissbrauch und die Willkür der Sowjets zur Nachkriegszeit widersprechen jedoch den von Stalin unterzeichneten Verpflichtungen der Atlantikcharta.

Aufruf an die Leser: findet bitte eine Antwort auf die folgende Frage und hinterlasst sie in den Kommentaren!

Konnte man anhand der Kriegskonferenzen bereits erkennen, dass die Sowjets versuchten ihr Gesellschaftssystem in Deutschland durchzusetzen?

Autoren: Johnny/Konrad

Beide Bilder unterliegen keinem Urheberschutz, vgl.www.Wikipedia.de

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Kriegskonferenzen der Alliierten während des 2. Weltkriegs


21.03.
2012

Vorwort: Die Kriegskonferenzen und insbesondere die sowjetischen Ziele sowie die
Umsetzung derselben sind in sofern ein wichtiger Aspekt, als dass sie die Gründe und Grundlagen für die Teilung Deutschlands und den „Kalten Krieg“ bildeten. Im Folgenden möchten wir daher einen kurzen Überblick über die wichtigsten Kriegskonferenzen der Alliierten geben.

Die Atlantikcharta

Die Atlantikcharta, ein Vorläufer der folgenden Kriegskonferenzen der Westalliierten, fand im August 1941 auf dem britischen Schlachtschiff „Prince of Wales“ statt. Churchill und Roosevelt beschlossen unter anderem die Freiheit der Meere, das Selbstbestimmungsrecht der Völker, Verzicht auf Waffengewalt und keine territoriale Expansion der Siegermächte. Allerdings sollten diese Punkte nicht für die Achsenmächte gelten. Obwohl Polen von den Deutschen besetzt wurde, sollte es später  nicht in den Vorkriegszustand zurückversetzt werden, da dies nicht einer sowjetischen Expansion nach Westen entsprach(entgegen des Willens der Polen). Dies z.B. verletzte das auf der Atlantikcharta festgelegte Selbstbestimmungsrecht der Völker. Die Festlegung der Atlantikcharta bildete das Grundgerüst für die spätere UNO. Stalin war nicht anwesend, unterschrieb aber die festgelegten Punkte.

Vgl. Kinder, Herrmann/Hilgemann, Werner: dtv-Atlas Weltgeschichte. Band 2. Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart, München 1998, S. 487.

Konferenzteilnehmer an Deck des Schiffes HMS Prince of Wales

Konferenzteilnehmer an Deck des Schiffes HMS Prince of Wales

Casablanca-Konferenz

Die Kriegskonferenz von Casablanca fand vom 14.1. bis zum 22.1.1943 statt.
Roosevelt und Churchill beschlossen die Landung auf Sizilien, in der Normandie und
die Rückeroberung Burmas als wichtigste Punkte, sowie die systematische Bombardierung Deutschlands. Außerdem wurde erstmals die bedingungslose Kapitulation der Achsenmächte beschlossen.

Vgl. Kinder, Herrmann/Hilgemann, Werner: dtv-Atlas Weltgeschichte. Band 2. Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart, München 1998, S. 487.

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Fotoworkshop


09.02.
2012

Am 25.01.12 stand für uns der Fotoworkshop auf dem Programm. Wir wurden von Harald Schluttig in die Kameratechnik und das Filmen eingeführt.
Dabei wurde zuerst theoretisches Wissen, wie die verschiedenen Formate sowie Blendeneinstellung, Weißabgleich und andere Effekte erklärt.
Eine Woche später, am 01.02.12, ging es dann ans praktische Probieren. Im Stasihafthaus wurden Plätze für zukünftige Interviews gesucht. Die vorher im theoretischen Teil besprochenen Effekte wurden nun genutzt, um der entsprechenden Szene den letzten Schliff zu geben. Anschließend haben wir für die spezifischen Plätze diese Licht-, Kamera- und anderen Einstellungen getestet.

Julius testet die Kamera unter verschiedenen Lichtbedingungen

Tobias als Interviewstatist

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Viele Ideen


10.12.
2011
Nach dem vierten Treffen des Geschichtskurses, schreiben wir endlich den ersten Blogeintrag. Der Blog soll allen, die daran interessiert sind, einen Einblick in unser Projekt geben. In den ersten vier Treffen sind wir an das Projekt mit viel Motivation herangegangen. Theoretisch haben wir viele Teilnehmer, die sich aber noch nie alle in einem Treffen gesehen haben.
Zu Beginn des Projektes haben wir natürlich erst einmal versucht das Projekt in allen seinen Facetten zu erfassen. Dazu haben wir eine Vielzahl von Mind-Maps erstellt, an denen wir uns jetzt orientieren können. Es gibt bereits viele Ideen für mögliche Themen, die wir untersuchen wollen. Wir arbeiten wieder in dem Zeitraum zwischen 1945 und 1953, da in dieser Zeit der Fuchsbau von der Sowjetischen Militäradministration  genutzt wurde. Wir wollen mit dem Ende des „Dritten Reiches“ beginnen und auch darüber hinaus weiterarbeiten.
Das zweite Thema das wir bearbeiten wollen, beschäftigt sich mit den Gefangenen und den Haftbedingungen im Fuchsbau. Dieses Mal wollen sich auch einige mit der Sicht der Täter, also den Verantwortlichen für die Verbrechen, auseinandersetzen. Der Vorschlag, einen Zeitstrahl in die bereits bestehende Ausstellung zu integrieren, ist auf allgemeine Zustimmung gestoßen. Ein solcher Zeitstrahl, an dem wir nun arbeiten wollen, gibt nicht nur uns einen guten Einstieg in das Thema, sondern auch den Besuchern des Fuchsbaues.
Außerdem haben wir viel über die Funktion des Blogs gesprochen. Er soll nicht nur die Teilnehmer über das Projekt informieren, sondern soll auch alle anderen, die noch Interesse an den Themen haben. Die wichtigste Nachricht ist, dass das Projekt Bedenken 2 angelaufen ist. Weitere Mitglieder sind natürlich immer herzlich willkommen!
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Geschichts- und Layoutkurs – wann und wo?


09.12.
2011

Der Geschichts- und Layoutkurs findet mittwochs 16.30 Uhr in der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden statt.