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Kriegskonferenzen der Alliierten während des 2. Weltkriegs/TEIL II


04.04.
2012

Konferenz von Teheran

Die Kriegskonferenz von Teheran wurde vom 28.11.1943 bis zum 1.12.1943 abgehalten. Es wurde das erste Mal über die Zeit nach Ende des Krieges gesprochen. Die Hauptthemen waren die bevorstehende Landung in der Normandie, die italienische Front und die Teilung Deutschlands, aber ohne das diese konkretisiert wurde. Stalin setzte sich für die Oder-Neiße Linie als neue Grenze zwischen Deutschland und Polen ein, was der Expansion der Sowjetunion nach Westen entsprach. Die Beschlüsse der Konferenz von Teheran lehnten sich eng an die der Atlantikcharta an.

Vgl. Kinder, Herrmann/Hilgemann, Werner: dtv-Atlas Weltgeschichte. Band 2. Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart, München 1998, S. 487.

Vgl. Pötzsch, Horst: Deutsche Geschichte von 1945 bis zur Gegenwart. Die Entwicklung der beiden Deutschen Staaten und das vereinte Deutschland, München 1998, S. 24f.

Konferenz von Jalta

Die Konferenz von Jalta fand im Februar 1945 unter Beteiligung Churchills, Stalins und Roosevelts statt. Unter anderem wurde von Churchill die Bombardierung Dresden vorgeschlagen und unter Zustimmung Roosevelts und Stalins beschlossen. Ein weiterer militärischer Beschluss bestand in der Verpflichtung Stalins, dem südostasiatischen Kriegsschauplatz nach der Kapitulation Deutschlands beizutreten.
Des Weiteren wurde die Wiederherstellung aller besetzten Staaten beschlossen.
Eine Ausnahme sollte allerdings Deutschland bilden. Da Polen in seiner alten Größe weitestgehend wiederhergestellt werden sollte, die Sowjetunion allerdings nach Westen expandieren wollte, musste Polen nach Westen verschoben werden und somit ehemals deutsche Gebiete besetzt werden.
Deutschland betreffend wurde der Plan der Besatzungszonen vertieft, indem von vier Besatzungszonen ausgegangen wurde. Es sollte ein alliierter Kontrollrat gebildet werden, der später allerdings kaum vorweisbare Ergebnisse erzielte. Die später vor allem von der Sowjetunion durchgeführte Demontage von Fabriken in Deutschland und Reparationszahlungen wurde ebenfalls beschlossen.

Vgl. Kinder, Herrmann/Hilgemann, Werner: dtv-Atlas Weltgeschichte. Band 2. Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart, München 1998, S. 487.

Konferenz von Potsdam

Die Potsdamer Konferenz wurde im Juli/August 1945 von Stalin, Churchill (Attlee) und Truman abgehalten. Die auf der Konferenz von Teheran und Jalta beschlossenen Ziele wurden beibehalten und vertieft. Hauptsächlich waren die Siegermächte bestrebt, Deutschland zu entmilitarisieren und entnazifizieren. Die Aburteilung der Kriegsverbrecher war somit ein entscheidender Punkt. Ein weiteres Ziel bestand in der Dezentralisierung der Regierungsstrukturen. Churchill und Truman hielten sich zurück, was zur Folge hatte, dass Stalin die führende Position innehatte und die meisten seiner Vorschläge durchgesetzt wurden. Umstritten blieb die deutsche Ostgrenze und die Höhe der Reparationen für die Sowjetunion.

Vgl. Pötzsch, Horst: Deutsche Geschichte von 1945 bis zur Gegenwart. Die Entwicklung der beiden Deutschen Staaten und das vereinte Deutschland, München 1998, S. 26f.

Nachwort:
Die Expansionspolitik der Sowjets kommt in den Kriegskonferenzen sehr deutlich zum Ausdruck. Dass wird vor allem an der Grenzverschiebung Polens deutlich. Der krasse Machtmissbrauch und die Willkür der Sowjets zur Nachkriegszeit widersprechen jedoch den von Stalin unterzeichneten Verpflichtungen der Atlantikcharta.

Aufruf an die Leser: findet bitte eine Antwort auf die folgende Frage und hinterlasst sie in den Kommentaren!

Konnte man anhand der Kriegskonferenzen bereits erkennen, dass die Sowjets versuchten ihr Gesellschaftssystem in Deutschland durchzusetzen?

Autoren: Johnny/Konrad

Beide Bilder unterliegen keinem Urheberschutz, vgl.www.Wikipedia.de