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Zeitzeugeninterview mit Herrn Dr. Hoffmann

27.09.
2012

Als Teilnehmer beim Geschichtskurs des BEDENKEN-Projektes durfte ich Herrn Dr. Martin Hoffmann aus Oederan interviewen. Vor dem Beginn des Interviews holte ich Herrn Hoffmann am Dresdner Hauptbahnhof ab. Die Fahrt im Taxi nutzten wir für eine kurze Sightseeing-Tour durch die Stadt und zum gegenseitigen Kennenlernen. Meine Wissenslücken zu städtebaulichen Hintergrundinformationen fühlte zum Glück der Taxifahrer auf.

Nachdem wir an der Gedenkstätte angekommen waren,  unterhielten wir uns bei Kaffee und Kuchen zunächst über die Schwerpunkte des zweiten Interviews, das Herr Hoffmann uns geben sollte. Im Vorgängerprojekt hatte Herr Hoffmann bereits viel über seine Tätigkeit bei der KgU (Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit) und seinen Erlebnissen während der Haft im sowjetischen Zwangsarbeitslager in Workuta erzählt. Bei dem zweiten Interview legten wir den Schwerpunkt noch stärker auf seine Familie, aus dessen Leben er von einem zum anderen Tag gerissen wurde, und seinen Lebensweg nach der Rückkehr aus sowjetischer Haft. Hierin lag die Herausforderung des Interviews. Da sich Herr Hoffmann im Bereich der historischen Aufarbeitung unseres Themengebietes sehr gut auskannte und er bereits viel Interviewroutine besaß, ähnelten seine Antworten stark denen des vorherigen Interviews. Neue Dinge zu erfahren und vor allem Herrn Hoffmann zu persönlichen und emotionalen Perspektiven zu bewegen, war gelegentlich sehr schwer. Jedoch war er immer darauf bedacht gewesen, das Geschehene rational, fair, ja fast distanziert zu betrachten, was viele Vorteile in Bezug auf die historische Richtigkeit hat, jedoch auch den Nachteil bewirkt, dass seine persönlichen Erinnerungen, wie es zum Beispiel der Familie erging, nur schwer rekonstruierbar sind.
Im Anschluss an das Interview hatte ich die Möglichkeit mit Herrn Hoffmann noch über private Interessengebiete zu sprechen, die erfreulicher Weise zu seinen Studienfächern kongruent waren.

Autor: Julius Woldt

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Museumssommernacht 2012

18.07.
2012

Am 14. Juli 2012 fand  in der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden zum ersten Mal die Museumssommernacht statt. Einige Programmpunkte bei der Museumssommernacht bestanden aus Inhalten des Schülerprojekts BEDENKEN II. An diesem Abend wollten wir die im Vorgängerprojekt entstandene Ausstellung vorstellen und gleichzeitig auch Arbeitsergebnisse aus dem jetzigen Projekt präsentieren.

Dafür haben wir uns vorher Ausstellungsräume des BEDENKEN Projekts ausgesucht, wobei jeder Raum für eine eigene Station von der Verhaftung bis zur Freilassung darstellt. Hier haben wir den Besuchern das wichtigste erklärt.

In einem Raum lief abschließend die von Marc Rene und Julius erstellte Präsentation, welche unsere Projektinhalte projizierte.

Wir sechs Schüler des Geschichtskurses haben nicht mit einem so großen Besucherandrang gerechnet. Trotzdem konnten wir dies sehr gut meistern. Die Besucher schienen außerordentlich interessiert und wissbegierig. Eine oft gestellte Frage war, wie die heutigen Jugendlichen über das Thema informiert werden und wie wir dazu gekommen sind an diesem Projekt teilzunehmen. Es wurde aber auch viel Lob über das Schülerprojekt ausgesprochen. Wir selber haben auch den Theaterkurs bei seiner Vorstellung unterstützt, indem wir bei einem Standbild interagiert haben. Demnach kann man sagen, dass die Museumsnacht für unser Schülerprojekt sehr erfolgreich war. Insgesamt hat die Museumssommernacht uns sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf den Tag der offenen Tür am 5. Dezember 2012.

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Interview bei Frau Jan in Niedersachen

06.06.
2012

Das Interview mit Frau Jan* fand in ihrer Wohnung in Alfeld (Leine) statt, da sie wegen ihrem hohen Alter von 92 Jahren nicht nach Dresden kommen konnte. Also nahmen wir 6 Stunden Zugfahrt in Kauf, um zu ihr zu gelangen und erwarteten, eine tatterige Dame vorzufinden. Diese Erwartung erfüllte sich jedoch nicht: Frau Jan ist noch sehr agil und lässt sich ihr Alter nicht anmerken.

Doch schon kurz nach unserer Ankunft kam beim Kaffeetrinken der Schockmoment: Frau Jan eröffnete uns, dass sie nicht wolle, dass die Resultate des Interviews veröffentlicht werden. Wir versuchten sie jedoch vom Gegenteil zu überzeugen, was dazu führte, dass sie einer Veröffentlichung zustimmte, wenn wir keine persönliche Daten nennen und wenn sie vor der Veröffentlichung unsere Ergebnisse abnicken kann.

Trotz dieser ernüchternden Neuigkeit, verlief das Interview sehr gut, vor allem wenn man bedenkt, dass es unser erstes war. Es wurde im Wohnzimmer geführt.

Wir stellten die Fragen, welche wir uns vorher notiert hatten, konnten schon während sie erzählte vieles wegstreichen, was sie schon von sich aus berichtet hatte und es kamen auch noch ein paar Fragen dazu, die sich im Verlauf des Gespräches ergeben hatten.

Man merkte allerdings, dass Frau Jan bisher noch nicht oft über ihr Leben erzählt hatte, denn vor allem bei ihrer Biographie hatte sie Gedächtnislücken und musste sich mehrmals berichtigen. Doch alles in allem war sie eine angenehme Gesprächspartnerin.

Sie wurde damals mit der Auflage, niemals etwas über ihre Haft zu erzählen, entlassen und war deshalb anfangs mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden. Wir stellten trotzdem unsere Fragen zu diesem Thema und diese beantwortete sie trotz ihrer Bedenken recht ausführlich.

Für uns war das Interview mit Frau Jan eine völlig neue Erfahrung, doch nachdem wir sie während des ungezwungenen Gesprächs bei Kuchen und Kaffee kennengelernt hatten, verlief das Interview sehr locker und vertrauensvoll.

Anschließend ging es wieder mit dem Zug zurück nach Dresden.

*Auf Wunsch der Zeitzeugin veröffentlichen wir ihre Geschichte bis auf Weiteres unter einem anonymisierten Namen.

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Kriegskonferenzen der Alliierten während des 2. Weltkriegs/TEIL II

04.04.
2012

Konferenz von Teheran

Die Kriegskonferenz von Teheran wurde vom 28.11.1943 bis zum 1.12.1943 abgehalten. Es wurde das erste Mal über die Zeit nach Ende des Krieges gesprochen. Die Hauptthemen waren die bevorstehende Landung in der Normandie, die italienische Front und die Teilung Deutschlands, aber ohne das diese konkretisiert wurde. Stalin setzte sich für die Oder-Neiße Linie als neue Grenze zwischen Deutschland und Polen ein, was der Expansion der Sowjetunion nach Westen entsprach. Die Beschlüsse der Konferenz von Teheran lehnten sich eng an die der Atlantikcharta an.

Vgl. Kinder, Herrmann/Hilgemann, Werner: dtv-Atlas Weltgeschichte. Band 2. Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart, München 1998, S. 487.

Vgl. Pötzsch, Horst: Deutsche Geschichte von 1945 bis zur Gegenwart. Die Entwicklung der beiden Deutschen Staaten und das vereinte Deutschland, München 1998, S. 24f.

Konferenz von Jalta

Die Konferenz von Jalta fand im Februar 1945 unter Beteiligung Churchills, Stalins und Roosevelts statt. Unter anderem wurde von Churchill die Bombardierung Dresden vorgeschlagen und unter Zustimmung Roosevelts und Stalins beschlossen. Ein weiterer militärischer Beschluss bestand in der Verpflichtung Stalins, dem südostasiatischen Kriegsschauplatz nach der Kapitulation Deutschlands beizutreten.
Des Weiteren wurde die Wiederherstellung aller besetzten Staaten beschlossen.
Eine Ausnahme sollte allerdings Deutschland bilden. Da Polen in seiner alten Größe weitestgehend wiederhergestellt werden sollte, die Sowjetunion allerdings nach Westen expandieren wollte, musste Polen nach Westen verschoben werden und somit ehemals deutsche Gebiete besetzt werden.
Deutschland betreffend wurde der Plan der Besatzungszonen vertieft, indem von vier Besatzungszonen ausgegangen wurde. Es sollte ein alliierter Kontrollrat gebildet werden, der später allerdings kaum vorweisbare Ergebnisse erzielte. Die später vor allem von der Sowjetunion durchgeführte Demontage von Fabriken in Deutschland und Reparationszahlungen wurde ebenfalls beschlossen.

Vgl. Kinder, Herrmann/Hilgemann, Werner: dtv-Atlas Weltgeschichte. Band 2. Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart, München 1998, S. 487.

Konferenz von Potsdam

Die Potsdamer Konferenz wurde im Juli/August 1945 von Stalin, Churchill (Attlee) und Truman abgehalten. Die auf der Konferenz von Teheran und Jalta beschlossenen Ziele wurden beibehalten und vertieft. Hauptsächlich waren die Siegermächte bestrebt, Deutschland zu entmilitarisieren und entnazifizieren. Die Aburteilung der Kriegsverbrecher war somit ein entscheidender Punkt. Ein weiteres Ziel bestand in der Dezentralisierung der Regierungsstrukturen. Churchill und Truman hielten sich zurück, was zur Folge hatte, dass Stalin die führende Position innehatte und die meisten seiner Vorschläge durchgesetzt wurden. Umstritten blieb die deutsche Ostgrenze und die Höhe der Reparationen für die Sowjetunion.

Vgl. Pötzsch, Horst: Deutsche Geschichte von 1945 bis zur Gegenwart. Die Entwicklung der beiden Deutschen Staaten und das vereinte Deutschland, München 1998, S. 26f.

Nachwort:
Die Expansionspolitik der Sowjets kommt in den Kriegskonferenzen sehr deutlich zum Ausdruck. Dass wird vor allem an der Grenzverschiebung Polens deutlich. Der krasse Machtmissbrauch und die Willkür der Sowjets zur Nachkriegszeit widersprechen jedoch den von Stalin unterzeichneten Verpflichtungen der Atlantikcharta.

Aufruf an die Leser: findet bitte eine Antwort auf die folgende Frage und hinterlasst sie in den Kommentaren!

Konnte man anhand der Kriegskonferenzen bereits erkennen, dass die Sowjets versuchten ihr Gesellschaftssystem in Deutschland durchzusetzen?

Autoren: Johnny/Konrad

Beide Bilder unterliegen keinem Urheberschutz, vgl.www.Wikipedia.de

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Ferienkurs Holzskulptur – wann und wo?

29.03.
2012

Vom 10. April – 13. April 2012 findet in der Alten Feuerwache Dresden, Fidelio-F.-Finke-Str. 4, unser Ferienkurs Holzskulptur statt.

In diesem Ferienkurs wollen wir spielerisch und experimentell die Möglichkeiten der Holzbildhauerei erschließen und verschiedene holzbildhauerische Techniken erlernen und anwenden. Neben Einzelarbeiten ist auch eine Gemeinschaftsarbeit geplant. Umsetzung erster Ideen als zeichnerische Skizze. Der Kurs findet im Rahmen des Projektes BEDENKEN II der Gedenkstätte Bautzner Straße statt. Die Arbeiten werden innerhalb der Dauerausstellung in der Gedenkstätte gezeigt.
Anmeldung bis zum 31.03.2012! Auch online!
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Kriegskonferenzen der Alliierten während des 2. Weltkriegs

21.03.
2012

Vorwort: Die Kriegskonferenzen und insbesondere die sowjetischen Ziele sowie die
Umsetzung derselben sind in sofern ein wichtiger Aspekt, als dass sie die Gründe und Grundlagen für die Teilung Deutschlands und den „Kalten Krieg“ bildeten. Im Folgenden möchten wir daher einen kurzen Überblick über die wichtigsten Kriegskonferenzen der Alliierten geben.

Die Atlantikcharta

Die Atlantikcharta, ein Vorläufer der folgenden Kriegskonferenzen der Westalliierten, fand im August 1941 auf dem britischen Schlachtschiff „Prince of Wales“ statt. Churchill und Roosevelt beschlossen unter anderem die Freiheit der Meere, das Selbstbestimmungsrecht der Völker, Verzicht auf Waffengewalt und keine territoriale Expansion der Siegermächte. Allerdings sollten diese Punkte nicht für die Achsenmächte gelten. Obwohl Polen von den Deutschen besetzt wurde, sollte es später  nicht in den Vorkriegszustand zurückversetzt werden, da dies nicht einer sowjetischen Expansion nach Westen entsprach(entgegen des Willens der Polen). Dies z.B. verletzte das auf der Atlantikcharta festgelegte Selbstbestimmungsrecht der Völker. Die Festlegung der Atlantikcharta bildete das Grundgerüst für die spätere UNO. Stalin war nicht anwesend, unterschrieb aber die festgelegten Punkte.

Vgl. Kinder, Herrmann/Hilgemann, Werner: dtv-Atlas Weltgeschichte. Band 2. Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart, München 1998, S. 487.

Konferenzteilnehmer an Deck des Schiffes HMS Prince of Wales

Konferenzteilnehmer an Deck des Schiffes HMS Prince of Wales

Casablanca-Konferenz

Die Kriegskonferenz von Casablanca fand vom 14.1. bis zum 22.1.1943 statt.
Roosevelt und Churchill beschlossen die Landung auf Sizilien, in der Normandie und
die Rückeroberung Burmas als wichtigste Punkte, sowie die systematische Bombardierung Deutschlands. Außerdem wurde erstmals die bedingungslose Kapitulation der Achsenmächte beschlossen.

Vgl. Kinder, Herrmann/Hilgemann, Werner: dtv-Atlas Weltgeschichte. Band 2. Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart, München 1998, S. 487.

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Fotoworkshop

09.02.
2012

Am 25.01.12 stand für uns der Fotoworkshop auf dem Programm. Wir wurden von Harald Schluttig in die Kameratechnik und das Filmen eingeführt.
Dabei wurde zuerst theoretisches Wissen, wie die verschiedenen Formate sowie Blendeneinstellung, Weißabgleich und andere Effekte erklärt.
Eine Woche später, am 01.02.12, ging es dann ans praktische Probieren. Im Stasihafthaus wurden Plätze für zukünftige Interviews gesucht. Die vorher im theoretischen Teil besprochenen Effekte wurden nun genutzt, um der entsprechenden Szene den letzten Schliff zu geben. Anschließend haben wir für die spezifischen Plätze diese Licht-, Kamera- und anderen Einstellungen getestet.

Julius testet die Kamera unter verschiedenen Lichtbedingungen

Tobias als Interviewstatist

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Malereikurs zu Besuch in der Gedenkstätte

19.12.
2011

Am 28.11.2011 erkundeten die Teilnehmer des Plastik/ Malereikurses die Gedenkstätte Bautzner Straße und gewannen einen ersten Eindruck über die Haftstätte.

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Kurs Plastik und Malerei – wann und wo?

15.12.
2011

Der Kurs Plastik und Malerei findet montags 16.30 Uhr in der Freien Waldorfschule, Jägerstraße 34, 01099 Dresden, statt.

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Filmkurs – wann und wo?

15.12.
2011

Der Filmkurs findet ab dem 10. Januar 2012 dienstäglich 16.00 Uhr im Medienkulturzentrum, Schandauer Straße 64, 01277 Dresden, statt.