Akte Ray. Die innere Reise eines Verrats.
„Nach einer wunderschönen Nacht, schreibt sie doch nicht etwas einen Bericht für ihren Führungsoffizier.“ Ray Zille – Bielß. Dieser Gedanke lässt Ray Zille nicht mehr los.
Viele Jahre nach der Wende erfährt Ray, dass seine frühere Lebensgefährtin IM (inoffizielle Mitarbeiterin) der Staatssicherheit gewesen sein soll. Die Nachricht erschüttert ihn zutiefst. Er begibt sich auf eine persönliche Spurensuche und stellt sich den Fragen, die ihn seitdem begleiten:
Warum hat sie mich verraten? Was wusste ich über den Menschen an meiner Seite?
Für die Regisseurin Andrea Sömmer ist es seit jeher ein besonderes Anliegen, Menschen zusammenzubringen, die auf unterschiedlichen Seiten eines Systems standen: Opfer und vermeintliche Täter der Staatssicherheit. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Kann Versöhnung gelingen? Und ist Heilung möglich, wenn die Vergangenheit unauslöschliche Spuren hinterlassen hat?
Der Dokumentarfilm erzählt eine Geschichte über persönliche Verletzungen, Erinnerungen und die schwierige Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Er zeigt, wie historische Ereignisse bis heute in Biografien und Beziehungen nachwirken. Eine persönliche Spurensuche zwischen Erinnerung, Vertrauen und Verrat.
Mehr zum Film und ein Trailer als Vorgeschmack auf der Seite von Andrea Sömmer.
Im Anschluss an die Filmvorführung (50 min) laden wir zu einem Gespräch mit
- Ray Zille (Protagonist des Films)
- Andrea Sommer (Regisseurin und Produzentin)
- Cornelia Herold (Außenstellenleiterin Stasi-Unterlagen-Archiv Dresden / Bundesarchiv)
Die Moderation übernimmt Franziska Wöllner.
Bitte melden Sie sich zur Teilnahme über das Kontaktformular der Regisseurin an.
Wie immer ist die Möglichkeit direkt am Haus zu parken begrenzt: Es stehen nur wenige Parkplätze auf dem Gelände der Gedenkstätte zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen das Parkhaus am Waldschlösschen zu nutzen oder in den gegenüberliegenden Querstraßen (Angelikastraße, Judeichstraße) zu parken.