Konferenz "(In)Visible Traces – 20th Century Cultural Heritage in Danger" (3.-6. März)
Die englischsprachige Konferenz bringt Experten, Forscher, Künstler und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen aus ganz Europa zusammen, um eine Diskussion über vernachlässigte und gefährdete Orte von Gewalt und Leid zu eröffnen, die das zwanzigste Jahrhundert geprägt haben. Ein besonderer Fokus wird auf vernachlässigten Orten im Zusammenhang mit dem Holocaust und anderen Völkermorden aus dem Zweiten Weltkrieg und Orten der politischen Repression aus dem Kalten Krieg liegen.
Ausgehend von der Tatsache, dass viele Leidensorte in ganz Europa unsichtbar, dekontextualisiert oder dem Vergessen überlassen bleiben, wird die Konferenz wichtige Herausforderungen wie den Mangel an institutionellem Schutz, historischen Revisionismus und die Rolle von Kultur, Bildung und Kunst bei der Sichtbarmachung dieser Orte im öffentlichen Raum angehen.
Vernachlässigte Orte, die mit dem Holocaust und anderen Orten des Völkermords im Zweiten Weltkrieg verbunden sind und verlassene Orte, die historisch mit dem Kalten Krieg zusammenhängen, sind nicht nur oberflächliche Themen.
Sie sind der Schlüssel dazu, wie Europa sich selbst und seine gemeinsame Vergangenheit versteht. Das Sammeln unterschiedlicher Ansichten in Dresden zeigt, dass das Gedächtnis nicht nur für die Bewahrung der Vergangenheit wichtig ist, sondern auch die Gestaltung zukünftiger ethischer und politischer Rahmenbedingungen.
Durch Dialog, Forschung, künstlerisches Engagement, Bildung und Fürsprache können Themen des Holocaust und des Kalten Krieges als Beispiel für die Art und Weise dienen, wie schwieriges Erbe behandelt werden sollte.
Das vollständige Programm und einen Hintergrund-Text finden Sie hier:
Als Begleitprogramm bieten wir im Rahmen der Konferenz am 5. März einen kostenfreien Sondertermin für einen Stadtrundgang an.
„Spuren brauner Herrschaft“ als Altstadtrundgang für (junge) Erwachsene beginnt an der Kreuzkirche und verläuft zwischen Semperoper und Neuer Synagoge.
Der Rundgang findet in deutscher Sprache statt und beginnt um 17 Uhr.
Um Anmeldungen bitten wir bis zum 1. März per Mail an fuehrungen@denk-mal-dresden.de.